Der Roux-en-Y-Magenbypass gilt weltweit als Goldstandard der Adipositas-Chirurgie. Bei diesem Verfahren wird ein kleiner Vormagen (Pouch) von etwa 15–30 ml gebildet und direkt mit dem mittleren Dünndarm verbunden. Der Großteil des Magens und der obere Dünndarm werden umgangen – daher der Name „Bypass".
Der Eingriff kombiniert zwei Wirkprinzipien: Zum einen begrenzt der kleine Vormagen die Nahrungsmenge, die Sie aufnehmen können (Restriktion). Zum anderen wird durch die Umgehung des oberen Dünndarms die Aufnahme von Kalorien und Nährstoffen reduziert (Malabsorption).
Der Eingriff wird minimalinvasiv (laparoskopisch) durchgeführt und dauert in der Regel 1,5–2,5 Stunden. Der Krankenhausaufenthalt beträgt typischerweise 3–5 Tage.
Ein Magenbypass kommt in der Regel in Frage bei einem BMI über 40, oder einem BMI über 35 mit schweren Begleiterkrankungen (Diabetes Typ 2, Bluthochdruck, Schlafapnoe). Voraussetzung ist, dass konservative Maßnahmen über mindestens 6–12 Monate dokumentiert ohne ausreichenden Erfolg durchgeführt wurden.
Patienten verlieren durchschnittlich 60–80% ihres Übergewichts innerhalb von 12–18 Monaten. Viele Begleiterkrankungen, insbesondere Diabetes Typ 2, verbessern sich deutlich oder verschwinden ganz. Studien zeigen eine langfristige Erfolgsrate, die über der des Schlauchmagens liegt.
Hoher und dauerhafter Gewichtsverlust. Deutliche Verbesserung von Diabetes und Bluthochdruck. Bewährtes Verfahren mit guter Datenlage.
Nicht reversibel. Lebenslange Vitamin-Supplementierung nötig. Dumping-Syndrom bei zuckerhaltiger Nahrung möglich.
Weitere Informationen zum Ablauf finden Sie unter Die Operation, zu möglichen Risiken unter Komplikationen und zur Finanzierung unter Kosten & Krankenkasse.
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