Die Magenbypass-Operation ist ein etabliertes Verfahren der Adipositas-Chirurgie. Hier erfahren Sie, wie Sie sich vorbereiten, was während der OP passiert und wie der Krankenhausaufenthalt abläuft.
Vor der Operation durchlaufen Sie mehrere Untersuchungen: ein umfassendes Blutbild, eine Magenspiegelung, ein Ultraschall des Bauchraums sowie ein psychologisches Gutachten. Viele Kliniken verlangen zudem eine dokumentierte Ernährungsberatung über mindestens 6 Monate. 2–3 Wochen vor dem Eingriff beginnen die meisten Patienten eine proteinreiche, kohlenhydratarme Diät, um die Leber zu verkleinern und den Zugang zum Magen zu erleichtern.
Der Eingriff wird unter Vollnarkose in laparoskopischer Technik (Schlüssellochtechnik) durchgeführt. Über 4–6 kleine Schnitte im Bauch werden eine Kamera und die chirurgischen Instrumente eingeführt.
Der Chirurg bildet zunächst einen kleinen Vormagen (Pouch) von ca. 15–30 ml aus dem oberen Magenanteil. Anschließend wird der Dünndarm durchtrennt und der untere Teil direkt mit dem Pouch verbunden. Der abgetrennte Restmagen und der obere Dünndarm werden weiter unten wieder angeschlossen, damit Verdauungssäfte in den Darm gelangen können.
Die gesamte Operation dauert in der Regel 1,5–2,5 Stunden.
Der stationäre Aufenthalt beträgt typischerweise 3–5 Tage. Bereits am Tag nach der OP dürfen Sie aufstehen und kleine Schlucke Wasser trinken. Die Ernährung wird schrittweise aufgebaut: zunächst klare Flüssigkeiten, dann pürierte Kost, bevor nach ca. 4–6 Wochen wieder feste Nahrung möglich ist.
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