Bei der Schlauchmagen-Operation wird etwa 80% des Magens entfernt. Übrig bleibt ein schmaler, schlauchförmiger Restmagen mit einem Fassungsvermögen von ca. 100–150 ml. Die Operation reduziert nicht nur das Magenvolumen, sondern beeinflusst auch die Hunger- und Sättigungshormone – insbesondere wird das Hungerhormon Ghrelin deutlich gesenkt.
Der Eingriff wird laparoskopisch (Schlüssellochtechnik) durchgeführt und dauert ca. 1–2 Stunden. Der Magen wird mithilfe eines Klammernahtgeräts (Stapler) der Länge nach durchtrennt. Der abgetrennte Teil wird entfernt. Der Krankenhausaufenthalt beträgt in der Regel 2–4 Tage.
Die Sleeve-Gastrektomie ist geeignet für Patienten mit einem BMI über 40 (oder über 35 mit Begleiterkrankungen). Sie wird oft bevorzugt, wenn der Dünndarm nicht umgangen werden soll, oder als erster Schritt bei extrem hohem BMI (über 50), um das Operationsrisiko eines späteren Magenbypass zu senken.
Patienten verlieren durchschnittlich 50–70% ihres Übergewichts. Die Ergebnisse sind in den ersten 2 Jahren mit denen des Magenbypass vergleichbar. Langfristig zeigt der Magenbypass bei einigen Patienten jedoch stabilere Ergebnisse.
Technisch einfacher als Magenbypass. Keine Darmumleitung nötig. Weniger Vitaminmangel. Kann als erster Schritt vor einem Bypass dienen.
Nicht reversibel (Magen wird entfernt). Sodbrennen/Reflux kann sich verschlechtern. Langfristig kann der Magen sich wieder ausdehnen.
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